Zufriedenheit und Ausgelichenheit

Systemisches Aufstellen?

Mit dieser Technik gelingt es, alle Seiten eines Systems zu betrachten und zu erkennen, an welcher Stelle eine Änderung erfolgen kann.

Ein System, das kann vieles sein:

  • die Herkunfts- oder die derzeitige Wahlfamilie
  • ein Unternehmen mit seinen Abteilungen
  • eine Krankheit oder ein Krankheitssymptom
  • Ziele und Wünsche

Und vieles weiteres mehr.

Und was heißt jetzt „Aufstellen“?

Beim Systemischen Aufstellen wird für jedes Element des Systems ein Stellvertreter gewählt, der dann an einer passenden Stelle im Raum platziert wird.

Systemisches Aufstellen
Systemisches Aufstellen geht auch mit Spielfiguren

Sobald alle Stellvertreter benannt sind und ihren Platz eingenommen haben, geschieht Wundersames: Die Stellvertreter beginnen, so zu handeln und erleben die gleichen Gefühle, wie dasjenige Element, das sie vertreten. Das kann sich zum Beispiel so äußern:

  • Der Stellvertreter für den Großvater steht plötzlich gebeugt und traurig vor dem Stellvertreter seines Vaters, der ihn in seiner Jugend oft brutal behandelt hat.
  • Die Stellvertreterin für die Versandabteilung eines Unternehmens hat plötzlich den Drang, sich von den anderen Abteilungen weg zu drehen und zu entfernen. Später stellt sich heraus, das die Kommunikation zwischen Versand und den übrigen Abteilungen zu wünschen übrig lässt und die Versandabteilung sich deswegen ungerecht behandelt fühlt.
  • Der Stellvertreter für das Asthma fühlt sich in unmittelbarer Nähe, genau hinter seinem Wirt pudelwohl und geborgen. Er sieht überhaupt keinen Grund sich zu entfernen. Erst als das Verhältnis zur Mutter des Klienten aufgeräumt wird, beginnt das Krankheitssymptom, langsam, unruhig zu werden und sich von seinem Wirt zu entfernen.

Solche Dynamiken treten im normalen Alltag und im täglichen Umgang selten so deutlich zutage. Durch das sichtbar machen dieser Verwicklungen kann man diese entwirren und so die krankmachenden und störenden Symptome ausschalten.

Und wie funktioniert das?

Systemisches Aufstellen kann immer und überall durchgeführt werden. Die klassische Variante aber funktioniert mit einer Gruppe von Menschen, die sich zu diesem Zweck getroffen haben, zum Beispiel bei einem Seminar oder im Rahmen einer Gruppentherapie.

Hat man aber nicht die nötige Anzahl an Stellvertretern greifbar und so bedient man sich verschiedener Alternativen. Systemisches Aufstellen funktioniert unter anderem auch mit:

  • Zetteln, die an den Positionen der Stellvertreter und in deren Blickrichtung ausgelegt werden.
  • Moosgummimatten. Da diese nicht beschriftet sind, kann man auch sehr gut „verdeckt“ arbeiten, ohne das der Stellvertreter genau weiß, wen oder was er gerade vertritt.
  • Playmobilfiguren oder Holzpüppchen. Haben Sie geahnt, das eine Playmobilfigur ihren Gesichtsausdruck verändern kann? In einer Aufstellung passieren diese und andere wunderliche Dinge!
  • Selbst die Salz- und Pfefferstreuer im Restaurant können für ein Systemisches Aufstellen hergenommen werden.
  • Und schließlich geht’s auch ganz ohne Vertreter unter Hypnose. Hier kann der Klient direkt in jede Rolle schlüpfen. An dieser Stelle beginnt das Verstehen!

In einem Coaching verwenden wir eine der oben genannten Varianten, um den Klienten innerhalb seines Systems darzustellen.

Foto: U.Weinreich | pixelio.de

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