Was ist Hypnose?

Eine Hypnose oder hypnotische Trance wird vom Hypnotiseur beim Klienten oder Hypnotisanten durch die Induktion erzeugt.

Wow! So eine Menge Fremdworte. Das klingt echt kompliziert!

Ist es aber nicht. Im folgenden kläre ich die wichtigsten Begriffe:

Hypnotiseur: Ist derjenige, der sich auskennt. In diesem Fall ich. Der Hypnotiseur führt den Klienten mithilfe von Worten oder auch Gesten und verschiedenen Techniken in diesen besonderen Bewusstseinszustand völliger Entspannung bei gleichzeitiger Konzentration.

Hypnotisant: Das ist die Person, die in Hypnose geführt wird. Im Fall der Selbsthypnose sind Hypnotiseur und Hypnotisant die gleiche Person, denn er führt sich ja selbst in Trance.

So kommen wir auch gleich zum nächsten Begriff:

Selbsthypnose: Mit etwas Übung gelingt es, sich selbst innerhalb weniger Sekunden in einen sehr tiefe hypnotische Trance zu versetzen um z.B. zu entspannen oder andere Dinge zu üben.

Um die Selbsthypnose regelmäßig anzuwenden, kann ein sogenannter Anker verwendet werden:
Der Hypnotisant erhält im entspannten Zustand der Trance einen Anker in Form eines Schlüsselworts, einer Berührung oder Bewegung, die in Zukunft dafür sorgt, daß er beim auslösen dieses Signals innerhalb von Sekunden in genau diesen Zustand gelangen kann.
Mit fortschreitender Praxis gelingt die Selbsthypnose immer schneller und der Anwender gelangt immer tiefer in den entspannten Zustand, der für selbst formulierte Suggestionen verwendet werden kann oder auch ganz einfach für eine kurze Entspannungsübung.

Und was ist jetzt Hypnose?

Kennst Du das:
Du fährst mit dem Auto auf der Autobahn und nach einer Weile bemerkst Du, das Du gar nicht mehr weist, was in den letzten zehn Minuten passiert ist?
Oder Du liest ein interessantes Buch, bist voll in die Geschichte vertieft und plötzlich betritt jemand den Raum, den Du vorher nicht mal kommen hörtest, weil alles andere um Dich herum ausgeblendet war?

Solche oder ähnliche Erlebnisse hatte jeder schon mal. Diesen Zustand kann man schon als leichte Trance bezeichnen.

In der Hypnose wird dieser Bewusstseinszustand mithilfe von Suggestionen willentlich herbeigeführt und vertieft. So entsteht ein direkter Zugang zum Unterbewusstsein, der im Wachzustand nicht möglich wäre.

Was hier genau passiert, darüber ist sich auch die Wissenschaft noch nicht sicher. Sicher ist jedoch, das sich hier ungeahnte Phänomene hervor rufen lassen:

  • Hypermnesie: Auf Nachfrage erinnert sich der Klient an Ereignisse, die lange vergessen geglaubt waren. Das kann z.B. wichtig sein bei der Aufdeckung von irrationalen Verhaltensmustern, Ängsten und Gewohnheiten.
  • Anästhesie oder Analgesie: Auf Wunsch kann eine Körperpartie komplett gefühllos oder unempfindlich gegen Schmerz gemacht werden. Immer öfter kommt diese Technik beim Zahnarzt zum Einsatz: Der Patient gibt seinen Körper beim Zahnarztteam zur Behandlung ab und macht mit seinem Geist einen Ausflug an einen tollen Urlaubsort. Nach der Behandlung kehrt er zurück und erlebt, wie mithilfe von Hypnose auch nachher keine Schmerzmittel nötig sind und wie viel schneller die Wundheilung erfolgt.
  • Ideomotorik: Das Unterbewusstsein muss in manchen Fällen direkt befragt werden, denn es weiß oft Dinge, die dem Klienten bewusst nicht einfallen würden. Hier hilft die Ideomotorik (Ideo: lat.: Idee, Vorstellung) beim sichtbar machen der Antworten: mit vorher vereinbarten Signale bspw. der Finger beantwortet das Unterbewusstsein die gestellten Fragen.
  • Für die Zeit nach der Hypnose-Sitzung erhält der Klient unter Umständen weitere posthypnotische Suggestionen. Hier erhält das Unterbewusstsein den Auftrag, nach der Behandlung weiterhin alles nötige zu tun, um den gewünschten Zustand herbei zu führen.
    Auch verschiedene, gewünschte Verhaltensweisen können so etabliert werden.

 

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